Im Jahre 1967, anläßlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution, wurde der Prototyp, der
in Lugansk neuentwickelten Diesellokomotive, Tj
109 auf der Allunionsausstellung in Moskau
vorgestellt. Diese war für den Einsatz im Streckendienst mit einer Nennleistung von 3000 PS
vorgesehen. Die Höchstgeschwindigkeit als Reisezuglokomotive sollte 140 km/h und als
Güterzuglokomotive 100 km/h betragen. Auf der Frühjahrsmesse 1970, in Leipzig,
wurde die V 300 001 in der DDR vorgestellt. Diese Musterlokomotive ging später an den
Hersteller LTS in Lugansk (Russland) zurück. Die Lokomotiven der BR 130 (ab 1992 BR 230) besaßen bei der Auslieferung noch keine elektrische Zugheizung, aber eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Ausgeliefert wurde die erste Lieferserie (130 001 bis 130 036) an das Bw Halle G, Leipzig Hbf Süd und Neustrelitz. Die zweite Lieferserie (130 037 bis 130 054) ging an die Bw Halle P und G, an Neustrelitz und an die Bw Erfurt und Weißenfels. Die dritte Lieferserie (130 055 bis 130 080) ging an Halle G, Neustrelitz, Leipzig Hbf Süd und an Bw Seddin. Für den schweren Güterzugdienst wurden die Lokomotiven von Neustrelitz, Halle G und Seddin aus eingesetzt. Außerhalb der Heizperiode fuhr Leipzig Hbf Süd auch Schnellzüge zwischen Leipzig Hbf - Potsdam - Rostock. Anfang 1973 und 1974 erhielt die Deutsche Reichsbahn zwei Lokomotiven der BR 130 als Erprobungsträger für die elektrische Zugheizung. Diese wurden mit der Betriebsnr. 101 und 102 eingeordnet. |
| Höchstgeschwindigkeit Leistung Achsanordnung Spurweite Länge ü. Puffer Dieselmotor Antrieb Gewicht 1.Beschaffungsjahr Gesamtzahl Art der Zugheizung |
BR 130 der DR 140 km/h 3000 PS Co´Co´ 1435 mm 20.620 mm 1 x 5 D 49 elektrisch 116,2 t 1970 82 nur ex 130.1 elektrisch |